Flughafengesellschaft verbietet Jesuiten-Mahnwache

Die Mahnwache der Ordensleute am 3. Oktober 2012 wurde vor verschlossem Zaun zur Zufahrt zum Asylknast abgehalten, weil es keine Erlaubnis der Flughafenbetreibergesellschaft gab direkt vor dem Knast eine Kundgebung abzuhalen. Wie schon beim Friedensritt im August wurde also das sonst zugängliche Areal der sog. SupportArea des Flughafen Schönefeld für die Zeit von politischen Versammlungen gesperrt. Ein Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht Cottbus scheiterte aus formalen Gründen, da allein die Flughafenbetreibergesellschaft für Versammlungen auf ihrem Gelände zuständig sein soll.
Nach der Mahnwache fand eine Kundgebug im Flughafenterminal statt.


1 Antwort auf „Flughafengesellschaft verbietet Jesuiten-Mahnwache“


  1. 1 keinasylknastbbi 02. Februar 2013 um 11:52 Uhr

    „Auch in Schönefeld protestiert

    Christian Herwartz ist vermutlich nicht gerade verrückt nach Preisen und Auszeichnungen. Er hat jedenfalls erstmal nachgefragt, wofür er den Preis genau bekommen soll, schließlich geht es ihm gar nicht um die Ökumene. Aber um eine Veränderung der Gesellschaft geht es ihm schon, und da man ihm versichert habe, dass gerade dieses gesellschaftliche Engagement ausgezeichnet werden soll, will er den Preis gern annehmen.

    Herwartz hat auch am neuen Großflughafen in Schönefeld schon protestiert, weil er das dort vorgesehene verkürzte Rechtsverfahren für noch problematischer hält als die herkömmliche Praxis. Flüchtlinge würden dort einem Schnellverfahren geradezu chancenlos ausgeliefert. Mit etwa 100 Mitstreitern hat er am 3. Oktober vergangenen Jahres versucht, vor dem Flughafengefängnis eine Mahnwache abzuhalten.

    Aber Sicherheitskräfte hätten die Protestierer nicht bis vor die Internierungseinrichtung vorgelassen. „Die haben behauptet, es sei Privatgelände“, sagt Herwartz. Jetzt klagt er. „Das wird wohl eine teure Sache“, sagt Herwartz. Er richtet sich darauf ein, dass er durch alle Instanzen gehen muss, um sein Recht auf Protest durchzusetzen. Christian Herwartz hofft, dass es nicht zu lange dauert. Schließlich ist er bereits 69 Jahre alt.“ aus Berliner Zeitung vom 19.01.2013

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.