27.07.2012: Jugendbegegnungszentrum statt Asylknast am Flughafen BER!

27.07.2012: Jugendbegegnungszentrum statt Asylknast am Flughafen BER!

Anlässlich der für den 1. August geplanten Inbetriebnahme des Abschiebeknastes am Flughafen Schönefeld erklären die Jusos Berlin sowie die Jusos Brandenburg gemeinsam:
“Wir fordern die Landesregierungen Berlins und Brandenburgs auf, alle rechtlichen Mittel zu nutzen um die Inbetriebnahme des Asylknastes umgehend zu stoppen. Die von Brandenburg und Rheinland-Pfalz gestartete Bundesratsinitiative zur Abschaffung des Flughafenasylverfahrens ist ein erster wichtiger Schritt. Ebenso wichtig ist es jedoch sich aktiv gegen die Einrichtung von Abschiebeknästen zur Wehr zu setzen.
Das Flughafenasylverfahren ist und bleibt menschenunwürdig. Es bringt Schutzsuchende um ihr Recht auf ein faires Asylverfahren.
Die Situation von Flüchtlingen in Europa ist katastrophal. Deutsche Gerichte entschließen sich immer häufiger dazu Rückschiebungen, z.B. nach Italien, zu stoppen. Das Flughafenasylverfahren nimmt jedoch die Zeit, Asylanträge ausreichend zu prüfen und bringt dadurch schutzsuchende Menschen in Gefahr. Von unseren sozialdemokratisch geführten Landesregierungen erwarten wir, dass diese Gefahr endlich gebannt wird.
Das bereits errichtete Gebäude des neuen Abschiebegewahrsams sollte derweil in ein internationales Jugendbegegnungszentrum umgewandelt werden, in dem junge Menschen aus der Region in interkultureller Kompetenz geschult werden können.”
Die Jusos Berlin und Brandenburg rufen gemeinsam dazu auf, sich am Samstag, dem 28. Juli ab 11 Uhr an einer Demonstration und Kundgebung vor dem Flughafen Schönefeld zu beteiligen, um den Protest gegen das menschenunwürdige Flughafenasylverfahren auf die Straße zu tragen.

http://www.jusosberlin.de/index.php/2012/07/27/jugendbegegnungszentrum-statt-asylknast-am-flughafen-ber/#more-2686