Archiv für Juni 2012

30.06.2012 taz: Ein klares Jein zum Abschiebeknast

30.06.2012 taz: Ein klares Jein zum Abschiebeknast

Die Linke in Brandenburg ist uneins über den Flughafengewahrsam für Asylbewerber: Darf man als Regierungspartei gegen das Verfahren sein?

In der Brandenburger Linkspartei schwelt ein Streit über das Flughafenasylverfahren. Anlass ist eine Onlinepetition der Flüchtlingsräte Berlin und Brandenburg, mit der Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) aufgefordert wird, das Gebäude nicht wie geplant an diesem Sonntag in Betrieb zu nehmen. Unterschrieben haben seit knapp einer Woche rund 3.000 Menschen. (mehr…)

28.06.2012 epd: Friedensreiter gegen Flughafenverfahren in Berlin-Schönefeld

28.06.2012 epd: Friedensreiter gegen Flughafenverfahren in Berlin-Schönefeld
„Fluchtwege freihalten – Asyl ist Menschenrecht“

Seit Monaten protestieren Kirchen und Verbände gegen das Flughafen-Asylverfahren in Berlin-Schönefeld. In der nächsten Woche geht die Unterbringung für Flüchtlinge ohne Papiere nun in Betrieb.

Berlin (epd). Gegen das geplante Asylgewahrsam am künftigen Großflughafen in Berlin-Schönefeld regt sich weiter Widerstand. Freizeitreiter und Radfahrer planen vom 20 bis 29. Juli einen sogenannten Friedensritt von Bernau nördlich von Berlin bis nach Schönefeld. Die Aktion steht unter dem Motto „Fluchtwege freihalten – Asyl ist Menschenrecht“, wie der Berliner Flüchtlingsrat am Mittwoch mitteilte. In der Woche sind unter anderem mehrere Kundgebungen geplant. Die Initiative Reiten für den Frieden entstand 1981 in Stukenbrock/Westfalen und organisiert nach eigenen Angaben seit 1984 jedes Jahr einen meist einwöchigen Wanderritt zu politischen Themen. (mehr…)

Petition gegen Internierung am Willy-Brandt-Airport: Bis 21.7. unterschreiben!

Die Eröffnung des neuen Flughafens BER „Willy Brandt“ wurde auf März 2013 verschoben – die Internierungseinrichtung für Flüchtlinge am BER zur Durchführung des sogenannten Flughafen-Asylverfahrens ist jedoch bezugsfertig und soll nach Willen der Landesregierung Brandenburg noch im Juli in Betrieb gehen. Nach Auskunft der Pressestelle den Brandenburger Innenministeriums sollen in der neu errichteten Unterkunft die Abläufe für das Flughafenverfahren erprobt und Asylsuchende, die am alten Flughafen Schönefeld ankommen, interniert werden.
Gegen diese Pläne protestieren könnt ihr nun auch per Online-Petition , in der die Landesregierung von Brandenburg aufgefordert wird, die Inbetriebnahme der Einrichtung zu verweigern.
Sie kann hier gezeichnet werden: http://openpetition.de/petition/online/keine-internierung-von-asylsuchenden-am-flughafen-willy-brandt

Text der Petition (mehr…)

MdL Bettina Fortunato: Flughafenasylverfahren abschaffen!

Zur gestarteten online – Petition zur Abschaffung des Flughafenasylverfahrens am neuen Flughafen BER, erklärt die Sprecherin für Asyl- und Flüchtlingspolitik.

Das Flughafenasylverfahren wird seit Jahren zu Recht von Menschrechtsverbänden, Flüchtlingsinitiativen und Kirchen kritisiert. Dabei werden Menschen, die auf den Flughäfen in Deutschland ohne gültige Papiere einreisen und einen Asylantrag stellen wollen oder aus einem sicheren Drittstaat ankommen,an der Einreise gehindert. Bis zu einer Entscheidung müssen sie in einem besonders gesicherten Flughafenbereich bleiben.

In Deutschland wird dieses Verfahren nur an wenigen Flughäfen angewendet, darunter in Schönefeld, nicht aber in Berlin-Tegel. Auch am neuen Flughafen BER soll das Verfahren weiter durchgeführt werden. Der psychische und physische Druck auf diese Flüchtlinge unter diesen Umständen ist sehr hoch. DIE LINKE in Brandenburg lehnt das Flughafenasylverfahren ab. Es ist ungeeignet, um Anträge auf Asyl angemessen bewerten zu können. (mehr…)

26.06.2012 Hamburger Abendblatt: Internet-Petition gegen Asyl-Gefängnis am Hauptstadtflughafen

Potsdam/Berlin. Gegen die bevorstehende Eröffnung eines Abschiebegewahrsams für Asylsuchende am neuen Hauptstadtflughafen haben die Flüchtlingsräte von Berlin und Brandenburg eine Online-Petition gestartet. Darin fordern sie Brandenburgs Landesregierung auf, die Einrichtung nicht wie geplant im Juli in Betrieb zu nehmen. Im Februar hatte der Landtag die rot-rote Koalition fraktionsübergreifend aufgefordert, sich für eine Abschaffung des Asyl-Schnellverfahrens an Flughäfen einzusetzen, das auch in Schönefeld gilt. Auf diesen Beschluss verwiesen die Flüchtlingsräte in ihrer gemeinsamen Erklärung am Montag. (mehr…)

20.06.2012 Evangelischer Pressedienst: Berliner SPD positioniert sich klar gegen Flughafenverfahren

Berlin (epd). Die Berliner SPD hat sich klar gegen das Flughafenasylverfahren am künftigen Großflughafen Schönefeld positioniert. Der neu gewählte Landesvorstand beschloss auf seiner konstituierenden Sitzung am Montag, dass die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus zeitnah eine Bundesratsinitiative zur Abschaffung des Flughafenasylverfahrens anstrengen solle. Zudem will die Landes-SPD sich dafür eintreten, dass der neugebaute Abschiebegewahrsam am Flughafen Willy Brandt gar nicht erst in Betrieb genommen wird, wie der Landesvorsitzende der AG Migration und Vielfalt, Aziz Bozkurt, und der stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos Berlin, Rejane Herwig, auf epd-Anfrage mitteilten. (mehr…)

19.06.2012 Die Welt: Berliner SPD will Abschiebegefängnis auf neuem Airport verhindern

Berlin/Schönefeld (dapd-bln). Die Berliner SPD will das umstrittene Abschiebegefängnis auf dem neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld verhindern. Die Partei wolle dafür eintreten, dass der Gewahrsam nicht in Betrieb genommen werde, beschloss der neu gewählte Landesvorstand bei seiner konstituierenden Sitzung einstimmig, wie eine Parteisprecherin am Dienstag mitteilte. An der Spitze des Gremiums steht seit einer Woche der Partei-Linke Jan Stöß. (mehr…)

Berliner SPD nun doch gegen den Asylknast

Der neu gewählte Landesvorstand der Berliner SPD hat in seiner konstituierenden Sitzung am Montag, dem 18. Juni 2012, einen wichtigen Schritt in der Asylpolitik gemacht. Es wurde nicht nur einstimmig beschlossen, zeitnah eine Bundesratsinitiative zur Abschaffung des Flughafenasylverfahrens anzustrengen, sondern auch dafür einzutreten, dass das Abschiebegewahrsam am Flughafen Willy Brandt gar nicht erst in Betrieb genommen wird. (mehr…)

Berliner Senat will nicht über Flughafenverfahren reden

Wie erwartet, wurde in der letzten Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses vor dem Sommerpause am 14. Juni der Antrag „Inbetriebnahme des Flughafenasylknastes verhindern!“ in die Ausschüsse für Inneres, Sicherheit und Ordnung, in den Ausschuss für Arbeit, Integration, Berufliche Bildung und Frauen und in den Ausschuss für Gesundheit und Soziales überwiesen. Damit drückt sich das Abgeordnetenhaus erneut um eine Positionierung gegen den Asylknast in Schönefeld. Die Grünen demonstrierten deshalb am 15. Juni vor dem Roten Rathaus. Es sprachen u.a. Bernd Häusler (Rechtsanwaltskammer Berlin).

Friedensritt: Fluchtwege freihalten – Asyl ist Menschenrecht!

Seit 1984 organisieren Freizeit-ReiterInnen jedes Jahr einen gut einwöchigen Wanderritt zu politischen Themen durch verschiedene Gebiete der Bundesrepublik. Im Juli wird dieser unter dem Motto „Fluchtwege freihalten – Asyl ist Menschenrecht!“ durch Brandenburg führen und u.a. den Flughafen Schönefeld ansteuern.

Fr, 20.7. – So, 29.7.2012
Fluchtwege freihalten – Asyl ist Menschenrecht!

Dieses Jahr beschäftigen wir uns mit der Asylpolitik in Deutschland und wie mit Menschen aus anderen Ländern umgegangen wird. Wir wollen auf die Zustände in ihren Lagern aufmerksam machen und zeigen mit welcher Brutalität auch Menschenleben seitens der Ordnungsbehörden in Kauf genommen werden.
Frieden heißt für uns: Ein faires, gerechteres Zusammenleben der Menschen mit einander und den Lebewesen, die mit uns die Erde teilen, ein Leben, das Spaß macht, auch in Zukunft und ohne Kriege funktioniert. Wir wollen die Kette der Grausamkeiten durchbrechen. Macht Ihr mit?

21.07. / 11 Uhr Bernau Auftaktkundgebung mit Theater, Reden vor dem Desateurdenkmal
abends 19 Uhr Filmvorführung in der Alten Post mit anschließender Diskussion.
Do. 26.07. / Uhrzeit noch unbekannt, vll. ca. 16 Uhr/ Aktion vor dem Amtsgericht in Königs Wusterhausen
Sa. 28.07. /12 Uhr/ Kundgebung vor dem Flughafengelände Schönefeld


15.06.2012 RBB-Online: Protestdemonstration gegen Asylgefängnis am BER

Die Grünen von Brandenburg und Berlin haben für Freitag zu einer Demonstration gegen das geplante Asylschnellverfahren am künftigen Flughafen BER in Schönefeld ausgesprochen. Die Protestveranstaltung soll am Nachmittag vor dem Roten Rathaus stattfinden, wie die Landesverbände ankündigten.

Die brandenburgische Landesvorsitzende der Bündnisgrünen Annalena Baerbock forderte die Regierungschefs Matthias Platzeck und Klaus Wowereit (beide SPD) auf, sich mit allen Mitteln dafür einzusetzen, dass „die menschenunwürdige Einrichtung Asylgefängnis“ verhindert wird. (mehr…)

Innenminister Friedrich findet Flughafenverfahren „sinnvoll“

10.06.2012 FAZ: „Straßburg muss sich an Rechtslage halten“

Im Streit über die Reform des Schengen-Raums fordert Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich das Europaparlament auf, sich an Recht und Gesetz zu halten. Es gebe eine „klare Rechtsgrundlage“, die eine Mitwirkung des Parlaments an der Evaluierung des Schengen-Rechts ausschließe, sagte er im F.A.Z.-Gespräch. (mehr…)

11.06.2012 Neues Deutschland: Beschluss zu Asylverfahren vertagt

(epd). Entgegen der ursprünglichen Planung hat der Parteitag der Berliner SPD keinen Beschluss zum umstrittenen Flughafenasylverfahren gefasst. Der Tagesordnungspunkt sei vertagt und an den Landesvorstand zur weiteren Beratung überwiesen worden, erklärte eine SPD-Sprecherin am Sonntag. (mehr…)

Protest vor SPD-Landesparteitag

Rund 70 Leute waren der Kundgebung gegen den Schönefelder Asylknast vor dem Landesparteitag der Berliner SPD im Estrel-Hotel am frühen Morgen des 9. Juni. Neben Amnesty International beteiligten sich auch die Berliner Jusos an der Kundgebung. Vor dem Estrel wurden lebensgroße Figuren aufgebaut, die Flüchtlinge symbolisieren. Außerdem demonstrierten noch MusikschullehrerInnen und Beschäftigte der Berliner S-Bahn.
Vorab war schon bekannt, dass die SPD sich zwar für eine Bundesratsinitiative gegen das Flughafenverfahren aussprechen, aber, wie der Brandenburger Landtag schon im Februar, keine konkreten Maßnahmen gegen den Asylknast auf dem BER beschließen würde. Dazu wäre der Berliner Senat mit seinen Sitzen im Aufsichtsrat der Flughafenbetreibergesellschaft durchaus in der Lage.
Der Antrag 88/I/2012 vom KDV Reinickendorf wurde schon vorher auf die sog. Konsensliste des Parteitages gesetzt: „Der Landesparteitag möge beschließen: Die SPD-Fraktion Berlin wird dazu aufgerufen, zeitnah eine Bundesratsinitiative zur Abschaffung von Asylflughafenverfahren nach § 18a Asylverfahrensgesetz zu initiieren.“ Es gab dazu keine weiterführende Debatte. Der Antrag wurde vertagt und in den Landesvorstand überwiesen. Presse dazu: Berliner Zeitung, Tagesspiegel, Neues Deutschland

Nächste Termine gegen BER-Flughafenknast
15.06., 17 Uhr, Protestaktionen der Grünen vor dem Roten Rathaus in Berlin und vor dem Brandenburger Landtag
19.06., ab 17.30 Uhr, Eröffnung des Willy-Brandt-Forums in Berlin Mitte. Festakt mit Bürgermeister Wowereit am Gendarmenmarkt in der Französische Friedrichstadtkirche um 18 Uhr. Danach Ausstellungseröffnung Unter den Linden 62-68.

Flyer an die Delegierten, Redebeiträge und Bilder (mehr…)

15. Juni: Grüne wollen in Berlin demonstrieren

FLUGHAFEN-ASYLKNAST VERHINDERN!
AUFRUF ZUR DEMONSTRATION

Die Eröffnung des neuen Flughafens Willy Brandt ist verschoben – der Asylknast soll trotzdem in Betrieb genommen werden. Das wollen wir verhindern!
Bündnis 90/Die Grünen in Berlin und Brandenburg rufen gemeinsam zu einer Demonstration am Freitag, den 15.Juni 2012 um 17 Uhr vor dem Roten Rathaus in Berlin auf.
Der Flughafenasylknast ist bezugsfertig – und soll demnächst in Betrieb gehen. Touristinnen und Touristen sind in Berlin willkommen, Flüchtlinge und Asylsuchende sollen noch auf dem Flughafen in eine neu gebaute Haftanstalt kommen und an der Einreise gehindert werden. Offenbar ist es vorgesehen, dort auch Jugendliche unterzubringen, die ohne Eltern oder andere Bezugspersonen allein einreisen. Das ist nicht nur unmenschlich, sondern nach der UNO Kinderrechtskonvention rechtswidrig!
Der Namensgeber des Flughafens, Willy Brandt, war selbst Flüchtling. Er konnte 1933 den Nazis nur entkommen, weil Norwegen ihn aufnahm – und nicht zurück in die NS-Diktatur schickte! Wir fragen uns: Wie kann die Bundesregierung an einem Flughafen, der diesen Namen trägt, so ignorant mit den Problemen und Todesängsten von Flüchtlingen umgehen? Wie kann es sein, dass die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg sich nicht gegen dieses unmenschliche Vorhaben wehren?
Die Asyl-Schnellverfahren, wie sie am Willy-Brandt-Flughafen geplant sind, können die gründliche Prüfung jedes einzelnen Asylantrags nicht gewährleisten. Und wenn nicht gründlich geprüft wird, können fatale Fehler gemacht werden: Menschen werden zurück in Länder geschickt, in denen sie verfolgt werden oder ihnen gar der Tod droht. Willy Brandt hätte ein solches Verfahren unter seinem Namen wohl kaum befürwortet!
Der Asylknast auf dem Schönefelder Flughafen geht uns alle an! Deswegen wollen wir mit Euch zusammen am 15. Juni bei einer Kundgebung den Verantwortlichen im Bund und im Aufsichtsrat des neuen Flughafens zeigen, was wir von diesem Bau halten!
Um 17 Uhr treffen wir uns vor dem Roten Rathaus. Hier werden wir vor Ort Gesicht zeigen für die, die sich nicht selbst wehren können. Klaus Wowereit weiß genau: Der Asylknast ist unmenschlich und eine Schande für Berlin. Wenn der Regierende Bürgermeister Menschenrechte ernst nimmt, muss er die Inbetriebnahme des Flughafenasylknasts verhindern!

http://gruene-berlin.de/sites/default/files/aufruf_demo_gegen_asylknast_11_6_2012.pdf

Die Berliner SPD und der Asylknast

Auf dem Berliner Landesparteitag der SPD am Samstag wird es eng für den regierenden Bürgermeister Wowereit. Die Delegierten werden sich wohl für eine Bundesratsinitiative gegen das umstrittende Flughafenverfahren aussprechen. Das geht aus der Vorlage der Antragskommisssion für den 9. Juni hervor. Was passiert wenn die Partei dagegen ist, aber der SPD/CDU-Senat an dem Flughafenverfahren als Abschottungsmaßnahme festhällt? Alles bloß Show (?), wie in Brandenburg, wo seit dem Landtags-Beschluss im Februar gar nichts passiert ist, außer dass der Asylknast sogar noch vor dem Flughafen BER fertig geworden ist…

Deshalb wird das Bündnis gegen Lager beim Landesparteitag der SPD erneut gegen die Einrichtung einer Haftanstalt für Flüchtlinge auf dem Flughafen BER demonstrieren und eine klare Positionierung des Berliner Senats gegen das umstrittene Flughafenasylverfahren einfordern. Die Verantwortung für den Betrieb des Knastes trägt das Land Brandenburg /SPD/Linke-Regierung). Das Land Berlin ist als Teilhaber an der Flughafenbetreibergesellschaft aber am Bau des Asylknastes beteiligt und könnte noch intervenieren.

Nächste Woche Donnerstag, soll erneut im Berliner Abgeordnetenhaus über das Thema debattiert werden. Die Grünen haben den Antrag „Inbetriebnahme des Flughafenasylknastes verhindern!“ gestellt. Kurz vor der Inbetriebnahme und vor der Sommerpause wird sich da zeigen wie ernst es die SPD-Abgeordneten meinen. Die Antwort vorwegnehmend haben die Grünen für Freitag, den 15. Juni, Protestaktionen in Berlin und Brandenburg angekündigt.

„erBERmlich“-Kampagne: Schickt uns weiter eure Fotos! Neue Sichtungen in NYC…

Die „erBERmlich“-Plakate und -Sticker gegen den Asylknast am Flughafen Schönefeld hängen mittlerweile an vielen interessanten Orten, die neusten Sichtungen stammen sogar aus New York City!
Schickt uns weiter eure Sichtungen an mail (at) keinasylknast.info (mehr…)

Kunstwerk „Willy weint“ und Eröffnung des Willy-Brandt-Forums in Berlin

Es gibt ein hochaktuelles künstlerisches Installations-Werk von Anke Fountis, dass diese Künstlerin „Willy weint“ genannt hat und das Willy Brandt zeigt, aus dessen Augen ständig Tränen fließen. Darunter steht auf dem Sockel „BER- nicht in meinem Namen“. Die Kleinmachnowerin beschäftigt sich schon seit längerem mit dem Thema des neuen Großflughafens und engagiert sich bei den Fluglärmgegnern. Dabei wendet sie sich gegen die Ignoranz und Verlogenheit von Politikern, die wirtschaftliche Interessen gegenüber der Lebensqualität tausender Menschen in der Region stellen. „Not in his name!“

Protestiert bei der Eröffnung des Willy-Brandt-Forums in Berlin am 19. Juni um 18 Uhr in der Französischen Friedrichstadtkirche, Gendarmenmarkt 5, 10117 Berlin. Auch Klaus Wowereit wird kommen und die Festrede halten. Anschließend ist an diesem Abend die Ausstellung Unter den Linden bis 22 Uhr zu besichtigen.

07.06.2012 Neues Deutschland: Abschiebeknast am Flughafen pünktlich

Innenministerium muss umstrittenen Gewahrsam mieten, verhandelt aber noch über Ermäßigung

Ausgerechnet beim umstrittenen neuen Abschiebeknast am Großflughafen in Schönefeld gibt es keine Verzögerung. Der Gebäudekomplex sei pünktlich fertig geworden, nur an den Außenanlagen werden noch letzte Arbeiten verrichtet, erklärte Innenministeriumssprecher Ingo Decker gestern.

Währenddessen hat sich die Eröffnung des künftigen Hauptstadtflughafens »Willy Brandt« bekanntlich vom 3. Juni auf den März des kommenden Jahres verschoben. Genau darum zögert das Innenministerium jetzt bei der Übernahme des Abschiebegewahrsams. (mehr…)

06.06.2012 taz: Nur der Knast ist fertig

Das Internierungslager für Asylbewerber in Schönefeld soll schon im Juli eingeweiht werden – lange vor dem Flughafen. Von Juliane Schumacher

Das Terminal ist noch nicht fertig – die Internierungseinrichtung für Flüchtlinge am künftigen Großflughafen hingegen schon. Voraussichtlich im Juli soll die Einrichtung in Betrieb gehen, teilte das Brandenburger Innenministerium der taz am Dienstag mit. Dort sollen Flüchtlinge untergebracht werden, über deren Asylantrag im sogenannten Flughafenschnellverfahren binnen weniger Tage entschieden wird. (mehr…)

09.06.2012 Kundgebung: SPD Berlin in die Verantwortung nehmen!

09. Juni 2012 – 8.30 Uhr – Hotel Estrel, Sonnenallee 225 – S-Bhf Sonnenallee

Auf ihrem Landesparteitag debattiert die Berliner SPD über den Antrag eine Bundesratsinitiative gegen das Flughafenverfahren zu unterstützen, sowie über Möglichkeiten die Inbetriebnahme des Asylknasts am BER zu verhindern. Wir fordern die Delegierten auf, für den Antrag zu stimmen und alle Möglichkeiten zur Verhinderung des Asylknasts auszuschöpfen. Kommt am 09. Juni um 8.30 Uhr zum Hotel Estrel/Sonnenallee, um die ankommenden SPD-Mitglieder in Empfang zu nehmen und sie mit unseren Forderungen zu konfrontieren!


Flyer/Plakat als Kopiervorlage

BER-Flughafenknast und EU-Flüchtlingspolitik

Auf dem Flughafen in Berlin-Schönefeld (BER Willy-Brandt-Airport) wird gerade eine Haftanstalt für ankommende Flüchtlinge eingerichtet. Am 1. Juni wurden dafür die Weichen gestellt. Immer wieder wird aus SPD-Kreisen in der Region darauf verwiesen, dass der neue Knast nur ein Provisorium sei, zu dem das Bundesrecht verpflichte. Gleichzeitig wird die Hoffnung geschürt die EU-Kommission könnte Deutschland das beschleunigte Asylverfahren im Zuge der Harmonisierung der Aufnahmerichtlinien in den EU-Mitgliedsstaaten verbieten. Doch wie sieht es aus auf EU-Ebene? Die Verhandlungen dauern schon Jahre an. Während Deutschland und andere Staaten blockieren, versuchen es die AnhängerInnen der „Guten Migration“ und „gerechteren Verteilung der Flüchtlinge“, wie die EU-Kommissarin Malmström, mit Fakten. Was tut sich gerade in Sachen Asylgesetzgebung in der EU? (mehr…)

02.06.2012 epd: Abschiebegewahrsam in Berlin-Schönefeld steht vor Übergabe

Berlin (epd). Die Fertiggestellung und Inbetriebnahme des umstrittenen Abschiebegewahrsams auf dem künftigen Großflughafen Berlin-Schönefeld steht offenbar unmittelbar bevor. Es gebe die Zusage des Flughafenbetreibers, dass der Bau bis Freitag fertiggestellt wird, sagte der stellvertretende Sprecher des Potsdamer Innenministeriums, Geert Piorkowski, am Dienstag auf epd-Anfrage in Potsdam. Zwar gebe es noch keinen konkreten Termin für die Inbetriebnahme, fügte der Sprecher hinzu. Wegen fehlender Alternativen habe Brandenburg jedoch die Pflicht, die Einrichtung nach der Übergabe „so schnell wie möglich“ in Betrieb zu nehmen. Es sei daher damit zu rechnen, dass dies deutlich früher als die auf März 2013 verschobene Eröffnung des Flughafens BER geschehe. (mehr…)

Neue Postkartenserie

Passend zum „erBERmlich“-Plakat gibt es nun eine Postkartenserie. Auch diese liegen, solange der Vorrat reicht, bei der Kontakt- Beratungsstelle für Flüchtlinge (KuB) in der Oranienstr. 159 in Kreuzberg.


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