Zynische BER-Werbekampagne: Willy Brandt wäre nicht willkommen!

Der Namensgeber des neuen Großflughafens “Willy-Brandt” hätte wahrscheinlich etwas verwundert reagiert, wenn er 1934 bei Antritt seines Exils in Norwegen auf ein beschleunigtes Asylverfahren, wie das sog. Flughafenverfahren getroffen wäre. Am zweiten Tag im Osloer Transitbereich Ablehnung des Asylantrags wegen offensichtlicher Unbegründetheit, nach drei weiteren Tagen Verstreichen der Widerspruchsfrist wegen mangelnder Norwegisch-Kenntnisse, Abschiebung nach Nazi-Deutschland, schönen Dank auch!

Und ausgerechnet Willy Brandt soll zur Symbolfigur des neuen Flughafen Schönefeld werden? BER ist kein Synonym für Freiheit und Gerechtigkeit, sondern für Abschottung und Entrechtung! Berlin-Brandenburg missbraucht das gute Ansehen Willy Brandts und täuscht damit die Öffentlichkeit. Sein Sohn, Prof. Dr. Peter Brandt, hat übrigens auch die Gemeinsame Stellungnahme gegen die Inhaftierung von Asylsuchenden und das Asylschnellverfahren auf dem Großflughafen Schönefeld unterzeichnet.


1 Antwort auf „Zynische BER-Werbekampagne: Willy Brandt wäre nicht willkommen!“


  1. 1 (B) Protest gegen BER-Flughafenknast — Antifa Netzwerk Pingback am 27. April 2012 um 12:15 Uhr
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