20.01.2012 RBB: Protest gegen Festsetzung von Asylsuchenden am Flughafen

20.01.2012 Rundfunk Berlin-Brandenburg
Protest gegen Festsetzung von Asylsuchenden am Flughafen

Videobeiträge in RBB-Abendschau

Das geplante „Gewahrsamseinrichtung“ für Flüchtlinge am künftigen Flughafen in Schönefeld steht erneut in der Kritik.
In einer Stellungnahme wurden die Länder Berlin und Brandenburg am Freitag aufgefordert, auf die Nutzung zu verzichten. Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören Wohlfahrtsverbände, die Kirchen, Flüchtlingsräte und Anwaltsvereine. Eine solche Praxis sei unmenschlich und entspreche nicht den humanitären Standards, sagte der Direktor des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes Deutschland, Martin Stark.
In der Erklärung wird die Bundesregierung aufgerufen, generell das Asyl-Schnellverfahren an deutschen Flughäfen einzustellen.
Die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg wollen am neuen Flughafen eine Unterkunft für Asylsuchende bauen, die von einem privaten Wachdienst betrieben wird. Das Gebäude soll jährlich für bis zu 300 Flüchtlinge ausgelegt sein. Dort werden sie bis zum Abschluss des Asylverfahrens festgehalten.

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