Nach dem BER-Besucherfest steht in zwei Wochen schon die nächste Demonstration im Zusammenhang mit dem Asylknast Schönefeld bevor. Die Kampagne „Rassismus Tötet“ plant für Samstag, den 26. Mai, um 16 Uhr am U-Bhf. Turmstraße eine Demonstration vom Bundesinnenministerium zur Berliner Ausländerbehörde am Friedrich-Krause-Ufer. Den Aufruf findet ihr hier.
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Die Aktionen der bundesweiten Kampagne richten sich 20 Jahre nach den rassistischen Pogromen in Rostock-Lichtenhagen vor allem gegen den institutionellen Rassismus, der sich seit 1993 mit den verschärften Asylverfahrensgesetzen und dem Asylbewerberleistungsgesetz niederschlägt. Die historische Aufarbeitung der Pogrome in Veranstaltungen, soll durch kleinere und größere Demonstrationen zu aktuellem staatlichen Rassismus untermauert werden. Den Auftakt bildet die Demonstration am 26.5. Das Bündnis gegen Lager Berlin/Brandenburg beteiligt sich an der Aktion, um dort auch den Asylknast in Schönefeld zum Thema zu machen.
Veranstaltungen
- Do, 17.05., 20 Uhr, Vetomat (Scharnweberstr. 35, Friedrichshain): 1992 – Rassistische Pogrome in Mannheim-Schönau, mit dem Augenzeugen Matthias Möller (Freiburg)
- Mo, 21.05., 19 Uhr, K9 (Kinzigstr. 9, Friedrichshain): Von Rostock-Lichtenhagen zum Abschiebeknast Schönefeld: Rassismus tötet! Infoveranstaltung zur Antira-Demo am 26.5.
- Sa, 26.05., 16 Uhr, U-Bhf. Turmstraße: Demonstration „Rassismus Tötet“ vom Bundesinnenministerium zur Ausländerbehörde Westhafen.
- Di, 05.06., 20 Uhr, Schreina (Schreinerstr. 47, Friedrichshain): Die Pogrome in Rostock – Politische und geistige Brandstiftung









Seit 1993 ist das Recht auf Asyl in Deutschland praktisch abgeschafft. Um 10.000 Abschiebungen pro Jahr sicherzustellen, wird massenhaft „polizeiliche Abschiebehaft“ angeordnet. Neben dem Abschiebeknast Berlin-Grünau, der 1994 eingerichtet wurde, soll nun im Transitbereich des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg-International (BBI) in Schönefeld eine weitere Haftanstalt gebaut werden. Unsere Demonstration am 10. Dezember richtet sich gegen das System der Abschiebehaft und gegen den Neubau auf dem BBI. Wir wollen uns mit einer großen Kundgebung vor dem Abschiebegefängnis Grünau mit den Inhaftierten solidarisieren.
